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Projekte Laubfrosch | Artenhilfsprojekt Laubfrosch am Steinhuder Meer

"Ein König sucht sein Reich"

Artenhilfsprojekt Laubfrosch am Steinhuder Meer

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Fachgerechtes Biotop-Management am Steinhuder Meer gibt dem Laubfrosch seine alte Heimat zurück

Das Laubfrosch - Wiederansiedlungsprojekt der ÖSSM am Steinhuder Meer

Von Thomas Brandt

1979 wurde der letzte Laubfrosch am Steinhuder Meer gehört. Seit den 1980er Jahren wird im Bereich der Meerbruchswiesen ein erfolgreiches Biotop-Management zum Schutz der verschiedensten Tier- und Pflanzenarten durchgeführt, so dass eine Wiederansiedlung des Laubfrosches mittlerweile erfolgversprechend erschien. 2005 wurde mit dem Wiederansiedlungsprojekt durch die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM e.V.) begonnen. Die ersten rufenden Männchen wurden im NSG Meerbruchswiesen bereits 2006 festgestellt.

Mittlerweile hat sich ein größerer Laubfroschbestand etabliert und die beispielhaften Biotop-Management-Maßnahmen zum Laubfrosch- und Kleingewässerschutz werden fortgeführt.

Zwischenbilanz: Nach viereinhalbjähriger Laufzeit scheint das Projekt nach wie vor erfolgreich zu verlaufen. Eine selbständige Reproduktion wurde verschiedentlich nachgewiesen, auch in Niedermoorgewässern. Ob diese ausreicht, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen, da bis 2008 jährlich noch Kaulquappen aus anderen Gebieten ausgesetzt wurden.

Schutzmaßnahmen / geplante Maßnahmen: Im Spätsommer/Frühherbst 2008 wurden - von der ÖSSM initiiert - im Rahmen von BINGO Projekten mit dem NABU Nienburg und NABU Schaumburg im NSG Meerbruchswiesen zehn weitere Kleingewässer mit einer Größe von jeweils ca. 500 - 600 qm neu angelegt. Die Region Hannover legte im Herbst 17 weitere Gewässer an. Alle Gewässer liegen in zuvor weitgehend kleingewässerfreien Teilbereichen des NSG Meerbruchswiesen. Sie wurden sehr flach gebaut (0,6 bis 0,8m), so dass sie in trockenen Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit austrocknen. Das ist erforderlich, weil zunehmend Fische (meist Zwergstichlinge) in ältere und nicht oder nur selten austrocknende Gewässer gelangen.

Zur Verbesserung der Sommerlebensräume wurden im Dezember 2007 rund 600 Meter Saum-Hecken-Strukturen mit einer Breite von 4-6 Metern und einer lockeren Initialbepflanzung mit standorttypischen Sträuchern geschaffen. Diese entwickeln sich gut, vereinzelte Nachpflanzungen sind geplant.

Gute Chancen zu einer weiteren Verbesserung der Lebensraumbedingungen im Gebiet und vor allem die Anknüpfung an andere amphibiengeeignete Lebensräume, die den Laubfröschen und weiteren Amphibienarten eine Expansion über die Gebietsgrenzen hinweg ermöglichen würden, sind gegeben, wenn das Projekt "Grünes Band Schaumburg" im Rahmen des Leader/Ziele Programms vom Landkreis Schaumburg umgesetzt wird. Weitere Möglichkeiten ergeben sich durch die Bewilligung des Life-Projektes "AMPHIKULT" des Naturschutzbundes Niedersachsen. In diesem LIFE-Projekt sollen landesweit Amphibienräume vernetzt werden. An diesem Projekt beteiligen sich auch die Region Hannover und die Landkreise Schaumburg und Nienburg.

 

 

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Kontakt:

Thomas Brandt
Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V.
Hagenburger Str. 16
31547 Rehburg-Loccum
E-Mail: brandt(at)oessm.org

 

Linkliste

  • Art-Portrait Laubfrosch
  • Neue Amphibienbiotope in den Meerbruchswiesen
  • LIFE-Projekt AMPHIKULT
    ÖSSM Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer e.V.

Aktuelle Literatur:

  • RANA 8 BRANDT, T. (2007): Wiederansiedlung von Laubfröschen (Hyla arborea) in der Steinhuder Meer-Niederung. - RANA 8: 15-21.

 

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