Positionen, Stellungnahmen | Pro Nemo - für Naturkunde in Hannover
Pro "Nemo" - Für Naturkunde in Hannover!
Neuer Sachstand zum Jahreswechsel 2008/2009Von Uwe Manzke
Das Landesmuseum - Für Naturkunde in Hannover!
Hannover, 01.01.2009 - Die Meldungen und Informationen im Sommer 2008 über die weitreichenden Umstrukturierungen in den niedersächsischen Museen auf Betreiben des Ministers für Wissenschaft und Kultur (MWK) Lutz Stratmann (CDU) waren unterschiedlich. Allen gemein war aber, dass insbesondere das Landesmuseum Hannover (NLMH) umstrukturiert werden sollte. Unter dem Motto: Pro "Nemo" - Für Naturkunde in Hannover! schlossen sich im August der NABU Regionalverband Hannover, der NABU Landesverband Niedersachsen und der LFA den Protesten der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover (NGH) und der weiteren Fördervereine des NLMH an (s. unten Pro "Nemo" - Für Naturkunde in Hannover! vom 06.08.2008). Im Herbst fanden mittlerweile Gespräche der Fördervereine mit dem MWK statt. Festgehalten wurde unter Anderem, dass das Museum als Mehrspartenhaus, inklusive der Sammlungsbestände, in Hannover bestehen bleibt, dass allerdings eine Neu- und Weiterentwicklung der Präsentationskonzepte notwendig ist.
Seit Dezember gibt es eine neue Museumsleitung und es bleibt zu hoffen, dass eine attraktive Neugestaltung nun geplant und umgesetzt werden wird. Besonders würden wir höhere Finanzmittel für den Besucher-Magneten, das Vivarium, begrüßen. So könnten dann auch wechselnde Ausstellungen - inklusive "Lebend-Präsentationen" - beispielsweise über die Fische, Herpeten und Weichtiere des jeweiligen Jahres in Angriff genommen werden. Nicht zuletzt würden wir unserem Partner im Projekt "Ein König sucht sein Reich" wünschen, das verpasste 50-jährige Jubiläum nachzuholen, standen doch seit 1958 so manche von uns mit staunenden Kinderaugen vor den diversen Becken des Vivariums.
NABU spricht sich für die Erhaltung des Vierspartenmuseums in Hannover aus
Pro "Nemo" - Für Naturkunde in Hannover! Die Zukunft der Naturkunde mit dem Vivarium/Aquarium im Landesmuseum Hannover sieht trübe ausVon Uwe Manzke
Pro "Nemo" - Für Naturkunde in Hannover!
Hannover, 06.08.2008 - In den vergangenen Wochen beschäftigte sich die Presse vermehrt mit den niedersächsischen Museen, so auch mit dem Landesmuseum in Hannover. Die Meldungen und Informationen waren unterschiedlich, allen gemein war aber, dass das Landesmuseum umstrukturiert werden soll. Nach wie vor weiß niemand genau, was der Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann (CDU) vor hat.
Verantwortliche der Museen, als auch der fördernden Vereine sollen bisher keine Informationen, geschweige denn eine Einbindung in den geplanten Umstrukturierungsprozess, erfahren haben.
Es wird vom Ausbau der Staatsgalerie gesprochen - auf Kosten der anderen historischen und traditionsreichen Säulen des Museums, wie der Archäologie, der Völkerkunde und der Naturkunde mit dem Vivarium. Die bekannt gewordenen Planungen sehen eine Auslagerung der Archäologie nach Braunschweig, der Völkerkunde nach Göttingen und der Naturkunde nach Braunschweig oder Oldenburg vor. Eine deutliche Verkleinerung - wenn nicht gar Schließung - des Vivariums ist im Gespräch.
Anstatt weiterhin die Einwohner und den Nachwuchs in und um Hannover zu bilden und zu informieren soll sich die Landeshauptstadt wohl zukünftig mit einer Staatsgalerie profilieren, Sektempfänge für einige Wenige inbegriffen?
Anstatt in eine Wissensgesellschaft zu investieren, soll anscheinend einer kurzlebigen "Event-Kultur" der Vorzug gegeben werden?
Gemeinsam mit den fördernden Vereinen des Landesmuseums spricht sich der NABU Regionalverband Hannover und der NABU Niedersachsen mit dem LFA Feldherpetologie und Ichthyofaunistik gegen die bekannt gewordenen Änderungspläne aus. Wir schließen uns den Forderungen der Naturhistorischen Gesellschaft Hannover, der Ethnologischen Gesellschaft Hannover e. V., der Freunde der Naturkunde im Niedersächsischen Landes-
museum e. V., des Freundeskreises Ur- und Frühgeschichte, der Kunstfreunde Hannover e. V., des Niedersächsischen Landesvereins für Urgeschichte e. V. und des Historischen Vereins für Niedersachsen e. V. an:
- Kunst, Naturkunde mit Vivarium, Archäologie und Ethnologie müssen auch weiterhin in der Landeshauptstadt Hannover präsentiert werden.
- Eine attraktive Neukonzeption für die Naturkunde mit Vivarium, der Ethnologie und der Archäologie muß erfolgen und umgesetzt werden.
- Alle fördernden Vereine und Gesellschaften am Landesmuseum Hannover müssen in die Planungen des Ministeriums eingebunden werden.
Gemeinsam mit den genannten und weiteren Vereinen und Interessengruppen wird sich der NABU an den Protesten beteiligen. Nicht zuletzt auch weil unser Projekt "Ein König sucht sein Reich in der Region Hannover" vom Vivarium des Landesmuseum Hannover unterstützt wird. Nach den Sommerferien sind Unterschriftenaktionen geplant. Wir werden Sie informieren.
Linkliste
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Naturhistorische Gesellschaft Hannover
Niedersächsisches Landesmuseum Hannover
Der NABU im Landesmuseum Hannover Internationaler Museumstag und Natürlich Niedersachsen - der Sonntag für den Naturschutz (21.05.2007).








