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Tiergruppen Süßwasserkrebse Groß-Branchiopoden | Salinenkrebs - Artemia spec.

Salinenkrebs
Artemia spec.

Von Uwe Manzke

   

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Salinenkrebs: Weibchen

Status
RL Niedersachsen keine RL vorhanden
RL Deutschland (1994) 1   (Artemia salina)
FFH-Anhang -
BNatSchG -
BArtSchV bis 2004 streng geschützte Art, mittlerweile nicht mehr


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Salinenkrebs: Männchen mit "Kieferzangen" ( = 2. Antennenpaar)

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Salinenkrebs: Weibchen

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Salinenkrebs: Paarung

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Salinenkrebs: Paarung

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Salinenkrebs: Weibchen mit Eiern

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Salinenkrebs: Männchen mit "Kieferzange" ( = 2. Antennenpaar)

Verbreitung in Niedersachsen

Salinenkrebse Artemia spec. werden hin und wieder in Niedersachsen gefunden. Natürliche Vorkommen in Niedersachsen werden angezweifelt. Salinenkrebse wurden öfter von Aquarianern in salzigen Binnengewässern und Sickertümpeln von zum Beispiel Kali-Abraumhalden angesiedelt. Aktuelle Vorkommen sind uns nicht bekannt.

Salinenkrebse sind weltweit in geeigneten Binnensalzgewässern verbreitet. Es werden mehrere Arten und Artengruppen unterschieden. Die Ansprache der Art ist nicht ganz einfach, da die Salinenkrebse je nach Umweltbedingungen äußerst variabel sind. Dies betrifft zum Einen die Färbung, vor allem aber sind die morphologischen Unterschiede zu nennen, auch sind Hybridisierungen bekannt. In Europa sollen mindestens vier "Arten", drei heimische und eine eingeführte Art vorkommen.

Darüberhinaus wird vermutet, dass der von Linné 1758 beschriebene Artemia salina durch die Vernichtung seines Lebensraums in England ausgestorben ist. Möglicherweise sind die beiden Arten A. salina und der in Afrika vorkommende A. tunisiana eine Art, d.h. A. tunisiana ist ein Synonym.

Lebensraum

Die Salzwasserkrebschen, wie "Artemia" auch genannt wird, sind auf salzhaltige Binnengewässer angewiesen. Oft sind dies temporäre Gewässer, mit stark schwankenden Wasserständen und Salzgehalten.

Biologie und Ökologie

Wie alle Branchiopoden legt Artemia "Dauereier", dies sind eigentlich Zysten mit "schlafendem" Stoffwechsel. Aus diesen Eiern entwickeln sich die Larven, die bei den Krebsen Nauplien genannt werden. Typisches Kennzeichen dieser Larven ist das Nauplienauge. Im Laufe weniger Wochen entwickeln sich aus den Nauplien die geschlechtsreifen Tiere.

Artemia ist, wie einige andere Branchiopoden, in der Lage sich neben der zweigeschlechtlichen Vermehrung durch die Paarung von Männchen mit Weibchen, auch parthenogenetisch, das heißt, ohne Männchen fortzupflanzen. Bei der Paarung werden die Weibchen von den Männchen mit den Kieferzangen ergriffen und festgehalten.

Je nach Umweltbedingungen entwickeln sich in den Eisäcken der Weibchen bereits die Nauplien oder es werden die Überdauerungsformen, die Zysten gebildet.

Gefährdung und Artenschutz

In Deutschland gilt Artemia salina als vom Aussterben bedroht (RL 1). Mangels Kenntnissen über autochthone Vorkommen können wir keine Aussagen zu einer möglichen Gefährdung in Niedersachsen treffen. Für Hinweise zu Vorkommen von Salinenkrebsen Artemia spec. sind wir daher sehr dankbar.

Besonderes

Seit vielen Jahrzehnten ist die Zucht von Artemien für Aquarianer mit Zuchtambitionen und professionelle, gewerbliche Fischzüchter sowie der sich immer mehr etablierenden "Aquakulturen" (Fisch- und Garnelenzucht) nicht mehr wegzudenken. Für die Fisch- und Garnelenbrut werden die Salinenkrebse gezüchtet und als nährstoffreiches Futter verfüttert. Diese relativ einfache Methode geeignetes Jungfischfutter zu erhalten, entstand aus praktischen Erwägungen und auch aufgrund der zunehmenden Verarmung unserer Kulturlandschaft. Unbeeinträchtigte Kleingewässer mit reichen Vorkommen von sogenanntem "Tümpel- bzw. Staubfutter" sind selten geworden.

Sommer-Feenkrebs - Branchipus schaefferi

 

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Groß-Branchiopoden,
"Urzeitkrebse"
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