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Tiergruppen Amphibien Froschlurche | Moorfrosch

Moorfrosch
Rana arvalis

Von Uwe Manzke
© Rufaufnahmen Natur & Text Verlag

   

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Moorfrosch: blaugefärbtes Männchen

Status
RL Niedersachsen (1994) 3
RL Deutschland (2009) 3
FFH-Anhang IV
BNatSchG streng geschützte Art
BArtSchV besonders geschützte Art


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Moorfrosch: mit Rückenstreifen

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Moorfrosch: Bauchfärbung

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Moorfrosch: Fersenhöcker

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Moorfrosch im Amplexus

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Moorfrosch: Laichballen

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Moorfrosch: Kaulquappe kurz vor dem Landgang

Verbreitung in Niedersachsen

Der Moorfrosch ist in Niedersachsen eine Art des Tieflandes. Ältere Nachweise sind auch für die Ostfriesischen Inseln belegt. Die Küstenmarschen werden vom Moorfrosch nicht besiedelt. Im Hügel- und Bergland existieren Vorkommen bei Königslutter und am südwestlichen Harzrand, z.B. bei Walkenried. Das letztgenannte Vorkommen wurde erst in den 1980er Jahren bekannt. Im Bereich der niedersächsischen Elbtalaue scheint der Moorfrosch häufiger, als der Grasfrosch zu sein.

Lebensraum

Der Moorfrosch bewohnt Offenländer mit hohen Grundwasserständen. Entgegen seinem deutschen Namen "Moor"-Frosch fehlt er in den Hochmooren (pH-Wert der Gewässer ist zu sauer). Die Lebensräume in Niedersachsen sind die Niedermoorgebiete und die degradierten ehemaligen Hochmoore sowie feuchten Grünländer und ehemalige Heiden der Moorrandbereiche. Die Vorkommen im niedersächsischen Hügelland sind an die Fluß- und Bachauen mit entsprechenden feuchten Wiesentälern und Bruchlandschaften gebunden.

Biologie und Ökologie

Der Moorfrosch gehört zu den Frühlaichern. Die Laichzeit reicht von Mitte/Ende März bis etwa Mitte April. Die Tiere halten sich im Vergleich zu Erdkröte und Grasfrosch nur sehr wenige Tage im Laichgewässer auf. Die Moorfroschmännchen rufen relativ leise (wudt, wuoddt, wudt, wuodt, ...; "als wenn Luft aus einer untergetauchten Flasche entweicht") und sind sehr störanfällig. Bei Störungen verbergen sie sich sehr lange am Gewässergrund. Der Moorfrosch bildet Ruf- und Balzgruppen in den Flachwasserzonen, gerne am besonnten Nordufer, manchmal gemeinschaftlich mit Grasfröschen. In vielen Moorfroschpopulationen können die Männchen in der Balz "himmelblau" gefärbt sein (auch Grasfroschmännchen zeigen gelegentlich eine entsprechende Blaufärbung, die allerdings nur den unmittelbaren Kopfbereich betrifft). Ab Mitte/Ende Juni verwandeln sich die jungen Moorfrösche und suchen die Sommerlebensräume auf. Die Mehrzahl der Moorfrösche überwintert, im Gegensatz zum Grasfrosch, an Land (relativ großer Fersenhöcker/Grabschaufel am Hinterfuß).

Artenschutz

Der Moorfrosch hat durch die großflächigen "Trockenlegungen" vieler Grünländer und einhergehende Grünlandumbrüche enorme Bestandsverluste zu verzeichnen, entsprechend ist der Moorfrosch mittlerweile als stark gefährdet und nicht als gefährdet einzustufen. Bei geeigneten Biotop-Management-Maßnahmen, wie beispielsweise in den Meerbruchswiesen am Steinhuder Meer, kann der Moorfrosch innerhalb weniger Jahre wieder große Laichgesellschaften entwickeln.

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Linkliste

  • "Ein König sucht sein Reich" - Neue Amphibienbiotope in den Meerbruchswiesen

 

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